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30.06.2017

Kompott für gute Noten: Drei absolvieren ihre Prüfung zum Koch

Bad Hersfeld. Es braucht nur einen Blick in das Gesicht des Mannes, der mit einem Klemmbrett eher unbeteiligt am Herd steht, um zu erkennen, was er hier macht. Gleichzeitig behält er das Treiben in der Lehrküche und das Essen in den Pfannen und Töpfen im Blick. Es ist ein prüfender Blick.




Kochten unter den Augen eines Prüfers: Kevin Vogt (von links), Felix Havemann und Uwe Kirchner © Deppe

Kevin Vogt, Felix Havemann und Uwe Kirchner sind im Stress. Ihnen gilt die volle Aufmerksamkeit des Mannes mit den kritischen Augen. Die drei absolvieren ihre Prüfung zum Koch an den beruflichen Schulen am Obersberg. Ihre Aufgabe: Aus einem vorgegebenen Warenkorb ein Drei-Gänge-Menü kreieren. Nicht zu aufwändig, es geht hier um die Grundlagen. Bei Kevin Vogt bedeutet das pochierten Seesaibling mit Salat und Croutins vorweg, gefüllten Schweinerücken mit Spargel und Salzkartoffeln als Hauptspeise und Grießflammeriè mit Rhabarbarkompott und Zitronensorbet als Dessert. Und ausgerechnet bei letzterem ist Vogt, der eine Ausbildung bei Göbels Schloss Hotel macht, sich unsicher. Was er nicht weiß: Prüfer Marcus Christian Wyrwich ist begeistert.„Ist davon noch mehr da?“, fragte er Mareike Kroker. Ihr gilt eigentlich seine Aufmerksamkeit. Während er dem Prüfer der Köche zwar noch eine zusätzliche Rückmeldung zum servierten Essen gibt, bewertet er vor allem den Service. Die junge Frau, die am Tisch serviert, hofft, dass dies der letzte Tag ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau ist. Sie muss nicht nur darauf achten, von der richtigen Seite zu servieren und das Besteck richtig auszurichten, Kroker hat auch den Tisch dekoriert – zum vorgegebenen Thema „Martin Luther“. Dementsprechend erinnert das Blumengesteck in der Mitte an die Lutherrose, auf Schiefertafeln stehen theologische Grundsätze der Kirche. Fehler macht sie in der Prüfung kaum, lediglich beim Dessertbesteck droht ein Punktabzug. „Schade“, sagt Wyrwich, der auch üblichen Smalltalk einbaut und nebenher ein bisschen Wissen zum ausgeschenkten Wein abfragt. Kroker bleibt souverän. Die Aufregung, die sie in der Nacht zuvor wachgehalten hat, man merkt sie ihr nicht an. Auch ihre Mitschüler Derya Mor und Florian Kister erledigen ihre Aufgaben ohne größere Fehler, zumindest auf den ersten Blick.

Nach dem Prüfungsessen heißt es warten, auf die Ergebnisse. Die servieren die Prüfer leider erst verzögert. Die Aufregung steigt.


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