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02.01.2018

Austausch mit Händen und Füßen - Sozialassistentinnen zu Gast in Polen

Bilaterales inklusives Begegnungsprogramm




Die Teilnehmerinnen: (v.l.) Katharina Schleinig, Lisa Marie Fischer, Sinem Sahin, Lehrerin Kirsten Siegl sowie Maya Lieberknecht vor einer Auswahl der Workshop-Ergebnisse. Es fehlt Johanna Heinz - Fotos: Katharina Schwalm

Wie feiern Deutsche und Polen Weihnachten - gibt es Gemeinsamkeiten? Worin bestehen Unterschiede? Maya (links im Bild) erklärt deutsche Traditionen, während Johanna, Sinem und Katharina die Erklärungen aufschreiben, malen oder sogar in gebastelter Form zu Papier bringen

02.01.18 - Eine Woche lang haben fünf angehende Sozialassistentinnen der Beruflichen Schulen Bad Hersfeld, Außenstelle Heimboldshausen, mit ihrer Lehrerin Kirsten Siegl an einem bilateralen inklusiven Begegnungsprogramm in Kreisau/Polen teilgenommen. Während dieser vom Deutsch Polnischen Jugendwerk sowie ERASMUS geförderten Projektwoche, die unter dem Motto “Weihnachtliche Floristik aus Naturmaterialien” stand, arbeitete die Gruppe mit polnischen Jugendlichen zusammen, die zum Teil gehörlos waren oder aus sozial benachteiligten Familien stammen.

 

Um sich gegenseitig besser kennenzulernen und eventuelle Sprachbarrieren zu überwinden, hatte sich das Organisationsteam vielerlei Aktivitäten rund um das Projektthema, damit verbundene deutsch-polnische Weihnachtstraditionen sowie verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation einfallen lassen. Bei den gemischten Gruppen-, Kleingruppen- und Partneraktivitäten zeigte sich schnell, dass die ursprüngliche Angst, nicht ein- und dieselbe Sprache zu sprechen und somit nicht verstanden zu werden, völlig unbegründet war: Man verständigte sich tatsächlich oft mit Händen und Füßen, signalisierte durch Kopfnicken oder -schütteln Zustimmung oder Ablehnung und motivierte auch das eine oder andere Mal durch ein freundliches Lächeln oder Schulterklopfen.

 

Nicht nur die beiden Lehrkräfte, die in Gebärdensprache übersetzten, trugen dazu bei, dass es der deutsch-polnischen Gruppe während dieser Woche zunehmend besser gelang, kleinere Sätze auf Deutsch, Polnisch oder in Gebärdensprache zu formulieren: Die beiden Teamerinnen verstanden es neben der Organisation der Workshops sehr gut, auch in Gruppenspielen, Rallys und verschiedenen Freizeitangeboten wie der Besichtigung einer Weihnachtsschmuckfabrik oder dem Besuch des Weihnachtsmarktes in Breslau mit anschließendem Piroggenessen jedem Teilnehmer das Gefühl zu geben, dazu zu gehören, wichtig zu sein und - natürlich auch im wahrsten Sinne des Wortes - verstanden zu werden.

 

Und so resümiert die betreuende Lehrkraft Kirsten Siegl, basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich inklusiver Projekte: “Wieder einmal war diese sehr intensive Woche für die angehenden Sozialassistentinnen mehr als eine Lektion aus dem Lehrbuch: Sich selbst und andere mit ihren ganz individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten, eventuellen Vorurteilen und vielleicht auch Ängsten in einem fremden Umfeld kennenzulernen und auch so zu akzeptieren - ohne dabei dieselbe Sprache zu sprechen - das erfordert Mut, aber auch die Bereitschaft, nicht nur sich selbst im Focus zu sehen und sich dabei auch auf gänzlich neue Situationen einzulassen.” Dass dies funktioniert hat, bestätigt Lisa Marie Fischer: “Ich bin dankbar für die Möglichkeit, dass ich an dem Projekt teilnehmen durfte und froh über all die die Erfahrungen, die ich in dieser Woche machen konnte!” Und ihre Mitschülerinnen kommentieren dies schmunzelnd mit der Gebärde für “Gut!”.

 

 

Quelle: https://osthessen-news.de/n11578580/austausch-mit-handen-und-fuessen.html


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