In Hersfeld einmal um die Welt
Interkulturelle Pavillons schaffen Raum für Begegnung
Der Duft türkischen Lokums verbindet sich mit dem Aroma von Kaffeebohnen aus Eritrea. Die Devise: „Gemeinsam Kaffee trinken – ein Ausdruck von Gastfreundschaft und Lebensfreude.“
Es ist genau das, was die Besucher der Interkulturellen Woche im Bürgerhaus Hohe Luft an diesen Tagen verbindet. Ein paar Schritte reichen für eine erstaunlich weite Reise: von Eritrea schnell rüber nach Syrien, eben in Russland verweilen und dann weiter zum Tomatina-Fest nach Spanien.
Zwölf aufwändig gestaltete Pavillons zeigten anhand von Landkarten, Fotos, typischen Speisen und Traditionen, was ein Land ausmacht. Besonders junge Reisende konnten von diesem Angebot profitieren. Die Grundschulklassen der Ernst-von-Harnack-Schule und der Grundschule Helfersgrund erlebten andere Kulturen durch Mitmachaktionen, erkundeten Gewürze aus Pakistan und lernten, wie man ihre Namen auf Arabisch schreibt.
Aber das Kooperationsprojekt zwischen den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld, der VIA, der Begegnungsstätte Hohe Luft und dem Treffpunkt Vielfalt war nicht nur für die Besucher von Bedeutung.
„Auf der Hohen Luft sind so viele Nationen vertreten, rund 79 an der Zahl. Solche Veranstaltungen sind Gelegenheiten, diese Vielfalt zu präsentieren – und für die Menschen, gesehen zu werden“, erklärt Marina Kim von Treffpunkt Vielfalt. Wichtig sei dabei die Zusammenarbeit der Menschen und Institutionen im Stadtteil: „Die Teilnehmenden sind stolz, ihr Land zu zeigen.“
Dieser Weg, die Welt kennenzulernen, zeigt im Kleinen, worum es bei der Interkulturellen Woche geht: Einander zu begegnen, eigene Geschichten zu schreiben und Neues zu entdecken.
„Auch wenn man glaubt, schon vieles gesehen zu haben, lernt man bei der Interkulturellen Woche immer wieder neue Schätze kennen und lieben“, resümiert Mitorganisatorin Christina Akdemir von den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld.




