„Manche Superhelden tragen keinen Umhang, sie tragen eine Schürze“

Freisprechungsfeier der gastronomischen Berufe an den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld

Im festlichen Rahmen wurden im Bootshaus Bad Hersfeld 30 Absolventinnen und Absolventen der gastronomischen Ausbildungsberufe freigesprochen. Gemeinsam mit ihren Familien, Ausbildern, Lehrkräften sowie Vertretern der Branche blickten die jungen Fachkräfte auf ihre Ausbildungszeit zurück und feierten den erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Holger Reichenauer, 1. Vorsitzender des DEHOGA-Kreisverbandes, die Gäste und stellte die Absolventinnen und Absolventen in den Mittelpunkt seiner Ansprache. „Heute steht ihr im Mittelpunkt“, betonte er und erinnerte an die Höhen und Tiefen der vergangenen Ausbildungsjahre. Die Absolventen hätten gelernt, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und auch in herausfordernden Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Mit einem Augenzwinkern formulierte Reichenauer die drei wichtigsten Fähigkeiten für eine erfolgreiche Tätigkeit in der Gastronomie: „Geduld, Multitasking und Lächeln – auch dann, wenn man innerlich schreit.“ Gleichzeitig dankte er den Ausbildungsbetrieben und den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld für ihre engagierte Begleitung der Auszubildenden. Ohne diese Unterstützung würden die Absolventinnen und Absolventen heute kein Abschlusszeugnis in den Händen halten.

Der DEHOGA-Vorsitzende machte deutlich, dass die jungen Fachkräfte einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Branche leisten. Mit dem heutigen Tag ende zwar ein bedeutender Lebensabschnitt, zugleich beginne jedoch ein neuer. „Ihr seid jetzt Vorbilder. Vor allem aber seid ihr Hoffnungsträger für die Gastronomie“, gab er den Absolventen mit auf den Weg. Er ermutigte sie, an ihren Träumen festzuhalten, Erfahrungen zu sammeln und von den Besten zu lernen. Die Branche biete vielfältige Perspektiven und internationale Möglichkeiten. „Euch steht die ganze Welt offen. Ihr lernt nie aus“, betonte Reichenauer. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass viele nach ihren Erfahrungen in anderen Regionen oder Ländern wieder in die Heimat zurückkehren. Die Region verfüge über attraktive Hotels, gastronomische Betriebe und zahlreiche touristische Sehenswürdigkeiten. Mit den Worten „Manche Superhelden tragen keinen Umhang, sie tragen eine Schürze“ schloss er seine Ansprache.

Für die Beruflichen Schulen Bad Hersfeld sprach Lehrerin Stefanie Killmer zu den Absolventinnen und Absolventen. Sie würdigte die Besonderheiten einer Ausbildung im Gastgewerbe und erinnerte daran, dass sich die jungen Fachkräfte bewusst für einen Beruf entschieden hätten, der häufig dann Einsatz erfordert, wenn andere Menschen ihre Freizeit genießen. „Ihr habt eine Ausbildung gewählt, die nicht um 17 Uhr endet und in der oft gearbeitet wird, wenn andere frei haben“, stellte sie fest.

Mit Stolz verwies Killmer darauf, dass an diesem Tag insgesamt 30 Fachkräfte freigesprochen wurden. Darunter befanden sich Köchinnen und Köche, Hotelfachfrauen und Hotelfachmänner, Hotelkaufleute, Fachkräfte für Gastronomie sowie Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie. Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung und künstlicher Intelligenz bleibe ein entscheidender Faktor unersetzlich: die menschliche Begegnung. Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und echte Gastfreundschaft könnten durch keine Maschine ersetzt werden. Ihr besonderer Dank galt den Ausbildungsbetrieben, die durch ihr Engagement maßgeblich zum Erfolg der Ausbildung beigetragen hätten. Mit der Freisprechung ende nun offiziell die Ausbildungszeit der Absolventinnen und Absolventen.

Sebastian Brink, Fachlehrer der Köchinnen und Köche, ließ in seiner Ansprache die vergangenen drei Ausbildungsjahre Revue passieren. Er machte deutlich, dass die Ausbildung in der Gastronomie „kein Zuckerschlecken“ sei und den Auszubildenden viel Einsatz, Disziplin und Durchhaltevermögen abverlange. Gleichzeitig erinnerte er an zahlreiche Erlebnisse, Herausforderungen und Erfolge, bei denen die jungen Fachkräfte Spitzenleistungen erbracht hätten.

An die Absolventinnen und Absolventen gerichtet sagte Brink: „Ihr seid jetzt die jungen Chefs der Küche. Ihr seid die Visitenkarte eures Hauses.“ Dabei hob er hervor, dass Gastronomie weit mehr bedeute als die Zubereitung von Speisen oder das Servieren von Getränken. Die Absolventen verfügten über die besondere Gabe, Menschen glücklich zu machen und ihnen unvergessliche Momente zu schenken.

Im Rahmen der Feier wurden außerdem die besten Absolventinnen und Absolventen der jeweiligen Ausbildungsberufe ausgezeichnet. Für ihre hervorragenden Leistungen erhielten Annika Dorschner (Köchin), Emilia Kuhn (Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie), Lucy Sippel (Fachkraft für Gastronomie), Alina Gödel und Leonie Wendel (Hotelfachfrauen) sowie Samira Sieling (Hotelkauffrau) besondere Anerkennung.

Ein emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war der Beitrag der Absolventinnen und Absolventen. In persönlichen Worten blickten sie auf ihre gemeinsame Zeit an den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld zurück, erinnerten an besondere Erlebnisse und bedankten sich bei ihren Lehrkräften sowie Ausbilderinnen und Ausbildern für die Unterstützung während der Ausbildungszeit.

Mit der offiziellen Freisprechung endete die Ausbildung der jungen Fachkräfte. Beim anschließenden gemeinsamen Anstoßen nutzten Absolventen, Familien, Lehrkräfte und Ausbilder die Gelegenheit, die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen und auf die erfolgreiche Zukunft der frisch freigesprochenen Fachkräfte anzustoßen.

Die Beruflichen Schulen Bad Hersfeld gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem erfolgreichen Berufsabschluss und wünschen ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg, Freude und zahlreiche bereichernde Erfahrungen in der Welt der Gastronomie.

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